Es kommt viel zu oft vor, dass falsche bzw. mangelhafte Informationen verbreitet werden. Das schließt leider auch die „Experten“ von ProFamilia mit ein.

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Leider auch hier wieder reine Propaganda. Denn bequemer Weise wird vorenthalten, wie unrepresantiv diese Studie tatsächlich ist und welche Stichprobenverzerrung vorliegt:

Bei solch hohen Nichtbeteiligungsraten ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Ergebnisse durch die Eigenselektion verzerrt sind, eindeutig hoch. Selbst die ANSIRH räumt ein, dass Frauen, die bei der Basisbefragung acht Tage nach ihrem Schwangerschaftsabbruch die höchsten Raten von Erleichterung und Glück berichteten, am ehesten in der Studie blieben.

Umgekehrt waren die Frauen, die acht Tage nach dem Schwangerschaftsabbruch die geringste Erleichterung (und vermutlich auch die negativsten Gefühle) berichteten, am ehesten vor der dreijährigen Bewertung ihrer Entscheidungszufriedenheit aus der Studie ausgeschieden. [2]

Zahlreiche Studien haben ebenfalls bestätigt, was der gesunde Menschenverstand vermuten lässt: Die Frauen, die die negativsten Reaktionen auf die Abtreibung vorhersehen und erleben, wollen am wenigsten an Interviews teilnehmen, die ihre negativen Gefühle schüren. [3;4]

Also alles in einem ist diese Studie komplett wertlos, da sie keinerlei Aussage treffen kann. Und was man nicht vergessen darf: töten ist nun mal unmoralisch. Egal, wie sich Personen danach fühlen.


[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6161227/
[2] https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0128832
[3] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1559-1816.1976.tb01329.x
[4] https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0128832